Ich werde nie wieder ein iPhone benutzen!?

Apple Snack

Ihr kennt mich ja alle, wenn ich mit etwas nicht zufrieden bin, dann haue ich das auch gerne mal raus und ziehe entsprechende Konsequenzen. Nicht viel anders erging es vor 10 Jahren meinem iPhone 3g. Irgendwie war man mit dem Smartphone echt gelackmeiert. Nichts durfte man tun und vor allem nichts konnte man tun.

Alles schwärmte vom grade auf dem Markt drängenden Androiden Alleskönner. Wie ein Boomerang kam mir mein damaliges Gemecker über Apple wieder entgegen, als ich 2017 mich entschieden habe die Rolle rückwärts zu machen. Warum ich plötzlich doch wieder Äpfel mag und wieso das ganze mein Leben extrem verändert hat, versuche ich hier in diesem Beitrag zu beschreiben.

Inhalt

Wie alles begann
Zwei Beispiele, die für mich ausschlaggebend sind
Und du willst jetzt echt auf Apple umsteigen?
Fazit

Wie alles begann

Eigentlich fing alles damit an, dass mein Notebook mich auf meinen Dienstreisen nach Paderborn immer öfter genervt hat. Nach nur zwei Jahren Lenovo Yoga 3 habe ich nun also eine etwas stabilere und verlässliche Variante eines Notebooks gesucht. Schon vor dem Kauf des Yoga`s hatte ich mit den Gedanken gespielt ein Macbook zu kaufen. Also habe ich mich informiert und war an einem Abend in Paderborn soweit, dass ich mich über Ebay-Kleinanzeigen für ein gebrauchtes Macbook interessiert habe. Nun traf ich mich mit dem Verkäufer, blöderweise konnte man über PayPal solche Summen nicht transferieren, wenn man nicht an seinem ordinären Standort sich aufhält. Was für ein Glück. Denn ich habe mich nur 2 Tage später bei Saturn in Hamburg beraten lassen und habe mir dort dann das neue Macbook Pro 2017 gekauft. Noch rechtzeitig vor unserem Australien/Neuseeland Urlaub 2018.

Nach nur wenigen Stunden war ich völlig geflasht von diesem Stück meisterhafter Hardware. Ich hatte wirklich sehr wenig mit der Umstellung von Windows auf MAC zu kämpfen, auch die Tastatur ist schnell in Fleisch und Blut übergegangen. Zur Sicherheit habe ich mir dann noch Parallels Desktop gekauft, damit ich zur Not Windows auf dem Macbook laufen lassen konnte. Allerdings habe ich das bis heute eigentlich nur sehr selten gebraucht. Alles funktionierte mit dem Macbook einfach hervorragend.

Zwei Beispiele, die für mich ausschlaggebend sind

Das MacOS

Das erste und letzte Mal, dass ich an einem Macintosh saß muss so 25 Jahre her gewesen sein – damals war der Kasten echt suspekt und Windows zog sowieso in alle Haushalte ein. Also wurde ich gewissermaßen ziemlich schnell „eingefenstert“. Umso erstaunter waren meine ersten Eindrücke von der Installation bzw. der ersten Kontaktaufnahme mit dem Betriebssystem. Intuitiv, einfach und verständlich. Aufgeräumt und doch findet man selbst als Windows Benutzer alles wieder. So sollte der Umstieg von meinem Windows Notebook auf das MacBook Pro recht einfach gelingen. Besonders positiv gefiel mit, was mir bei Windows schon seit Jahren nicht so gefallen hat: Der Dock! Bzw. die verschiedenen Schreibtische und die Gesten, die ich auf dem Touchpad machen konnte, um meine tägliche Nutzung angenehmer und schneller zu gestalten. Der Dock reagiert so schnell und bietet einfach die Auswahl zu den Software Produkten, die ich immer wieder benötige. Die einzigen Probleme die ich hatte, lagen wohl einzig in der letztendlichen Stärke von Windows: dem Explorer und der Suchfunktion – bis heute habe ich mich nicht an den Finder und vor allem an die Suchfunktion des MacOS gewöhnt. Dafür habe ich aber mit dem Pathfinder eine gute Alternative gefunden.

„It’s a file browsing
tour de force.

John Siracusa, Ars Technica

Aber um eine lange Geschichte kurz zu machen. Das Macbook hatte ich ja nun unmittelbar vor unserer Australien / Neuseeland Reise gekauft. Also musste ich auch kurzfristig die Entscheidung treffen: Nehme ich nun das Macbook oder mein altes Yoga mit. Nach nur einem Tag am Macbook stand die Entscheidung pro Macbook fest. Übrigens die Touchbar von der alle noch nicht so überzeugt waren, hat sich für mich durchaus als praktisch erwiesen. Denn man kann das Ding echt ziemlich schnell anpassen und es bietet einem immer die passenden Funktionen. Einzig der Aufruf der F-Tasten ist irgendwie doch gewöhnungsbedürftig. So viel aber erstmal zum MacOS.

Die Verarbeitung

Was auch mit dem Auspacken gleich deutlich wird: Dieses Gerät ist echte Wertarbeit. Allein die Verpackung wirkt schon sehr anmutig und vermittelt einfach sofort den Eindruck, dass es sich hierbei um ein hochwertiges Produkt handelt. Das bestätigt sich auch sehr schnell. Ich brauche ein Case! SCHNELL! Dieses Gerät darf keinen Kratzer bekommen. Gleich bei der ersten Nutzung wird mir klar, auf diesem Gerät macht das Schreiben bzw. Tippen richtig Freude. Die Tastatur ist so leichtgängig und präzise, dass jeder einzige Tastenanschlag schon fast zu so etwas wie einem Erlebnis wird. Dir wird einfach bei jeder Benutzung klar, warum das Macbook so teuer ist und dass du mit diesem Teil echt Jahre lang Spaß haben wirst!! Und genau so etwas habe ich sehr lange gesucht. Denn auf meinen täglichen Fahrten mit der Bahn nach Hamburg oder meinen Dienstreisen nach Paderborn braucht man einfach etwas, dass funktioniert.

Einen kleinen Exkurs möchte hier in Sachen Verarbeitung in Richtung Batterie und Akkulaufzeit noch machen. Denn was bei den meisten Windows Notebooks nur wilde Träumerei auf den Verpackungen ist, ist bei dem Macbook Realität. Wahnsinn wie lange der Akku selbst bei mächtigen Aufgaben wie Photoshop oder Lightroom Fotobearbeitung oder beim Filme gucken hält. Aber auch hier wird einfach der Eindruck verstärkt, auf dieses Gerät kann und darf sich der Anwender verlassen.

Beispiel bei 1 Std Bahnfahrt Bremen – Hamburg, Wlan, Helligkeit bei 80%, Internet surfen und  einen Beitrag schreiben

  • Lenovo Yoga: Akku Restkapazität: 40%
  • Apple Macbook: Akku Restkapazität: 80%

Damit kommt man ohne Steckdose komplett über den Tag!

Update zum Macbook Pro

Heute ist mir beim Arbeiten im Garten noch ein wichtiger Punkt eingefallen, den zum Macbook Pro noch gar nicht erwähnt habe. Ich habe bei all meinen bisherigen Notebooks IMMER das Problem gehabt, dass ich draußen, wenn es etwas heller wurde (im Extremfall sogar Sonne von hinten) faktisch nicht mehr arbeiten konnte. Das ist mit dem Macbook pro definitiv NICHT mehr so. Ich habe bisher keine Situation erlebt, in der ich auf dem Display nichts mehr erkennen konnte. TOP!

Und du willst jetzt echt auf Apple umsteigen?

Ja genau, dass waren die Fragen, als ich nach dem begeisterten Umstieg von Windows Notebook auf Macbook Pro immer wieder auf den Preisvergleich Webseiten nach einem iPhone 7 Ausschau gehalten habe. Ja echt jetzt. Die Entscheidung nach und nach alles auf Apple umschwenken war jetzt allerdings nicht begründet darin, dass dann ja alles besser zusammen laufen würde, sondern weil mich die Qualität der Apple Produkte überzeugt hat. Auch wenn man sagen muss, für den Preis darf man ja auch was erwarten. Aber genau das ist es eben. Qualität hat seinen Preis. Für mich stand die Entscheidung jedenfalls fest, iPhone, iPad, Apple Watch und Apple TV werden kommen. Beim Desktop Rechner bin ich ehrlich gesagt noch unentschlossen und ich denke das wird auch keine einfache Entscheidung, da ich hier auf dem Mac einfach zu eingeschränkt bin was meine Spiele angeht. Hier hat Apple wirklich noch Handlungsbedarf. Außerdem weiss ich noch nicht so genau, ob ich überhaupt noch einen Desktop PC benötige.

iPhone 7 (X), iPad Pro, Watch & Apple TV

Ja, es ist wirklich so, ich habe nach und nach wirklich alles bis auf den Desktop auf Apple umgestellt. Und diesen Schritt bereue ich überhaupt nicht. Das iPhone 7 habe ich mir gebraucht gekauft, denn für mich stand fest, dass mit der Geburt von Laura das neuen iPhone X kommen sollte – alleine wegen der genialen Kamera. Also war das iPhone 7 nur ein Zwischenschritt – gut ehrlich gesagt, den hätte ich mir auch schenken können – aber das Zusammenspiel zwischen Macbook Pro und iPhone 7 war schon beeindruckend. Einfach das Gespräch vom Handy auf dem Macbook annehmen? Wirklich eine sehr schöne Funktion, die ich bis heute sehr ausgiebig nutze. Aber auch die iCloud Funktionen, das Teilen der Fotos und das bearbeiten der Dokumente über den Macbook Rand hinaus. Einfach perfekt. Und was soll ich sagen, zwischen dem iPhone 3 und dem iPhone 7 lagen Welten. Viele Dinge haben sich einfach in die richtige Richtung entwickelt. Es gibt nun wesentlich mehr Anwendungen und das Teilen von Dingen ist einfach besser geworden (perfekt ist es allerdings immer noch nicht ganz). Was mit beim iPhone zusätzlich beeindruckte war die lange Akkulaufzeit, trotz meiner Bahnreisen – die sollten sich nach dem Wechsel von O2 zur Telekom allerdings nochmals drastisch verbessern! Ich bin also auf dem richtigen Weg.

Also habe ich mich auch beim Tablet für einen Refresh entschieden, ein iPad Pro 2 10,5″ mit 512GB, WIFI und LTE sollte sehr zeitnah folgen. Auch hier hat sich der teure Preis gelohnt – am Ende denke ich zwar, dass die 512GB einfach völlig übertrieben sind, aber gut, Speicher hat man bei den ganzen Netflix-Serien und Spotify Downloads ja schon mal gerne genug. Mit dem iPad hatte ich noch mal eine bessere Empfangsqualität, aus dem Grund nutze ich das iPad als mein Hotspot während meiner Bahnfahrten.

Die Apple Watch 2 ist eigentlich mehr als Spielerei dazu gekommen, mal ehrlich, ich bin kein U(h)rmensch. Ich habe mein Handy dabei und kann immer sehen wann es wie spät ist. Wozu also eine so teure Uhr? Nun ja, weil sie gut ist. Allerdings muss ich sagen zähle ich die Apple Watch zum schwächsten Glied in der Kette von Apple Produkten. Die Akkulaufzeit ist wirklich sehr gut. Ich komme mit der Uhr locker 3-4 Tage über die Runden (was verbraucht so eine Uhr auch Strom, wenn man ab und zu mal die Uhrzeit abliest oder eingehende Nachrichten vorab liest). Aber mal ehrlich, die Uhr ist klobig, dick, unförmig und irgendwie auch nicht elegant. Die Bedienung ist auch nicht Apple typisch und irgendwie hatte ich echt mehr erwartet.

Huch, fast vergessen. Apple TV. Sehr lange habe ich gezögert mit der Anschaffung des Apple TV. Warum soll man ein extra Gerät neben sein TV stellen, der eh schon smart alles kann? Und ehrlich gesagt, richtig nutzen tu ich bei dem Apple TV nur die Airplay Funktion, die es mir erlaubt meinen Laptop Desktop oder iPhone Inhalt auf dem TV zu spiegeln. Ab und zu nutze ich auch die Foto Diashow, um Gästen unsere Laura oder Reise Fotos zu zeigen. Hätte man aber auch alles sicher anders lösen können. Trotzdem bleibt auch hier – alles läuft flüssig und stabil.

Fazit

Äpfel sind schon wirklich eine gesunde und runde Sache. Der Preis führt sicher bei dem einen oder dem anderen zu heftiges Schlucken, aber wenn man weiß was für eine gute Qualität man bekommt, kann man den Preis verstehen und akzeptieren. Es ist im Grunde wie mit allem: Wo billig dran steht ist auch billig drin – nur gilt dieses Motto für Apple eben andersrum.

Achja, bevor ich es vergesse: Für diesen Blogpost wurde ich weder von Apple noch von anderen Firmen bezahlt. Es spiegelt nur meine Erfahrungen und Meinungen wieder.