Doppio Passo SALENTO

Doppio Passo - Salento (Primitivo 2015)

Huch, da fällt mir auf: Ich habe eine wirklich wichtige Kategorie auf meiner Blog-Webseite vergessen. Wie konnte ich nur? Ach ja, da war ja was. Anne durfte ja bedingt durch die Schwangerschaft kein Alkohol trinken. Zumindest größtenteils habe ich mich solidarisch gezeigt und selbst auch kein Alkohol getrunken.

Also habe ich wohl (aus den Augen an dem Sinn), einfach vergessen wie lecker Wein schmecken kann. Sonst kann ich mir wohl meinen Fauxpas bei den Kategorien nicht erklären. Gut so eine Kategorie ist glücklicherweise ziemlich schnell eingerichtet, denn heute hatten Annemarie und ich etwas zu feiern. Laura hat sich heute zum ersten Mal selbst umgedreht! JIPPYY! Also ein Grund mehr, nachdem Annemarie nun nicht mehr stillt, einen leckeren Wein aus unserem Weindepot herauszuholen. Heute:

Jetzt aber mal zum Vino

Ein Primitivo. Die Rebsorte Primitivo wird seit über 250 Jahren überwiegend an sonnenverwöhnten Weinbergen in Süditalien angebaut. Grüße an Claudia und Domenico! Ein Hauch von Italien haben wir in diesem Jahr auch in Deutschland und so passt der Wein hervorragend zu einem entspannten Sonntag Abend mit lecken Fleisch von Lestra.

Der Wein selbst kommt aus Salento IGT und ist damit in der geografischen Regio Apulien zuzuordnen. Dass das produzierende Unternehmen (Casa Vinicola Botter) hat seinen Sitz in Venezien (danke Manuel de Souza für den Hinweis). Auf dem Label der Flasche wird er so beschrieben:

Seinen beeindruckend intensiven und vollmundigen Geschmack verdankt der Doppio Passo einem traditionellen Verfahren, bei dem der Wein ein zweites Mal auf den Schalen vergoren wird. Das Resultat ist ein weicher, fülliger und außergewöhnlich aromatischer Wein, der nach Brombeeren, Kirschen und Waldfrüchten duftet und mit einer unwiderstehlichen Geschmacksdichte besticht. 

Der Wein soll hervorragend zu Pasta, Fleischgerichten und Käse passen. Da wir heute eher beim Fleisch waren, kann ich zumindest in meinem Fazit gleich nur dazu Stellung nehmen. Der Preis beträgt Geschmacksunschlagbare circa 5,95 Euro – klingt jetzt billig für den Geschmack, der versprochen wird.

Also den Weber Grill angeschmissen, den Wein einen Dekantierer, alles so weit auf der Terrasse vorbereiten, Annemarie macht noch einen Gurkensalat. Kann also losgehen! PROST!

Fazit

Vom ersten Öffnen der Flasche bis zum ersten Schluck aus dem Weinglas ist etwas Zeit zum ziehen vergangen. Draußen sind angenehme 26 Grad, wir sitzen im Schatten, der Grill läuft. Ich probiere den Wein zu erst. Ein wirklich stimmiger erster Eindruck. Rotwein, kaum Bitterstoffe, wohltuend im Gaumen, lecker im Abgang. Ganz ehrlich, ich bin Weintrinker und kein Analyst. Ich beschreibe euch einfach, wie ich es schmecke. Von Kirschen schmecke ich nichts, aber dafür Brombeeren schmecke ich sehr deutlich hingegen. Zum meinem Grillteller passt der Wein hervorragend. Der Wein schmeckt Annemarie (erwartungsgemäß nach so langer Zeit) sehr gut. Und nach dem ersten Schluck stellte Annemarie entsetzt fest, dass sie noch einen nehmen muss, zum Genießen! Spricht für den Wein.

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